1. Korinther 14,15
Ich will nicht nur im Geist beten, sondern auch mit dem Verstand.
Wie oft beten wir, weil wir von
unseren Eltern so erzogen wurden, weil wir meinen es gehört sich, weil man
sich auch in entsprechenden Situationen, in der Kirche, bei Gottesdiensten
beobachtet fühlt.
Aber ist das ein Beten? Ist es nicht nur ein aneinanderreihen von Phrasen, von Wörtern die uns gerade zufliegen.
Mir ist es selbst bei Geistlichen schon aufgefallen, die aus dem Stegreif beten,
irgendwann kommen sie ins labern, sie verlieren den roten Faden und reihen
zusammen was ihnen gerade einfällt und oft merkt man es sind wirklich nur
Allgemeinphrasen, die irgendwo zusammen getragen wurden. Ich will dies nicht
verurteilen, es kann in solchen Gebeten auch wirkliche Anregungen
geben.
Aber schon Jesus hat es erkannt und seinen Jüngern daher das "Vater unser" mit auf den Weg gegeben. Im Grund genommen beinhaltet dieses Gebet alles, was wir Gott sagen wollen. Und auch alles, was uns auf dem Herzen liegt und wie wir uns als Christen verhalten sollen.
Dieses wichtigste Gebet, das im überigen aus der Jüdischen Tradition stammt ist ein Gebet, das unseren Verstand fordert und das nicht nur leere Phrasen enthält.
Das jüdische Achtzehngebet lautet:
Du bist mächtig in Ewigkeit, Herr, du belebst die Toten, du bist stark zum Helfen. Du bist heilig, und dein Name ist heilig, und Heilige preisen dich jeden Tag. Gelobt seist du, Ewiger, heiliger Gott! Verzeih uns, unser Vater, denn wir haben gesündigt, vergib uns, unser KÖnig, denn wir haben gefrevelt, denn du vergibst und verzeihst. Gelobt seist du, Ewiger, der du gnädig immer wieder verzeihst.